15. 11. 2025
Neue Beta-Phase
Nach dem wir hier kräftig umbebaut haben und einige neue Plugins und Neuerungen haben. Gehen wir noch einmal in eine Beta-Phase um alle Fehler auszumerzen.
Auch werden wir die Charaktererstellungsregel für eine Weile aussetzen, damit ihr eure Ideen so schnell wie Möglich umsetzen könnt.
Willkommen im Fire and Blood
Wir sind ein historisches Dark Fantasy RPG-Forum mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren (L3S3V3).
Unser Spiel führt euch nach Prag im Jahr 1629, mitten in die Wirren des Dreißigjährigen Krieges, wo Magie, Intrigen und der Kampf ums Überleben den Alltag bestimmen. Wir spielen nach dem Prinzip der Szenentrennung, nutzen keine MPL und Profilfelder für die Steckbriefe.
Zur Sicherung der Aktivität führen wir regelmäßig eine Whitelist durch, bei der sich aktive Charaktere bestätigen lassen.
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Wer Wind sät
Von 11.03.1629 bis 20.04.1629
Seit einigen Wochen gärt es in Prag.
Angefangen hat alles harmlos genug – zumindest so harmlos, wie ein Zettel sein kann, der mitten in der Nacht an einer Kirchentür klebt. Am nächsten Morgen hing noch einer am Marktstand eines Bäckers. Ein dritter fand sich an einer Hauswand nahe der Karlsbrücke. Grob gedruckt, hastig verteilt und voll von Andeutungen. Sie sprechen von Hexerei in der Stadt. Von Künsten, die besser im Dunkeln bleiben sollten. Von mächtigen Häusern, die solche Dinge dulden – vielleicht sogar nutzen. Namen stehen keine darauf. Aber wer ein wenig Fantasie besitzt, findet schnell welche. Kaum waren die ersten Zettel entdeckt, tauchten auch die Prediger auf. Männer mit rauer Stimme und fester Überzeugung, die auf Marktplätzen, vor Kirchen und an Straßenecken stehen und Buße fordern. Sie reden vom Krieg, der nicht enden will. Von leeren Vorratskammern, steigenden Preisen und einer Welt, die aus den Fugen geraten scheint. Und sie erklären mit großer Sicherheit, warum das alles geschieht. Weil Prag gesündigt hat. Ihre Reden ziehen Menschen an. Erst bleiben nur ein paar stehen. Dann ein paar mehr. Bald bildet sich eine kleine Menge. Manche nicken ernst. Andere schütteln den Kopf. Aber zuhören tun sie alle. Der Krieg hat die Geduld vieler Bürger aufgebraucht. Wer jahrelang Mangel und Unsicherheit erlebt, hört plötzlich sehr genau hin, wenn jemand einfache Antworten liefert. Und die Prediger haben davon reichlich. In ihren Worten tauchen die gleichen Dinge immer wieder auf: Hexerei. Verbotene Künste. Gelehrte, die mit Kräften spielen, die ihnen nicht zustehen. Und jene, die solche Dinge hinter verschlossenen Türen dulden. Noch hat niemand einen Namen laut ausgesprochen. Noch hat kein Gericht eine Anklage erhoben. Doch die Gerüchte bewegen sich schneller durch die Stadt als jede offizielle Nachricht. Auf dem Markt wird geflüstert. In Tavernen geraten Gespräche in Streit. In den Häusern der Wohlhabenden tuscheln Bedienstete über die Flugblätter, während ihre Herren so tun, als hätten sie davon noch nie gehört. Manche halten die Prediger für Narren oder Aufwiegler. Andere hören ihnen mit wachsender Begeisterung zu. Und irgendwo in der Stadt druckt offenbar jemand immer neue Flugblätter. Wer dahinter steckt, weiß niemand. Wohin das alles führen wird, weiß noch weniger jemand.
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