
Magier*innen bilden eine hochspezialisierte Gruppe innerhalb der menschlichen Bevölkerung, die durch intensives Studium und eiserne Disziplin Zugang zur Magie erlangt haben. Diese Menschen können aus vollkommen normalen Familien ohne jede magische Begabung kommen. Die Gabe zur Magie zeigt sich häufig während der frühen Jugendzeit. Jeder Bürger des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation ist verpflichtet solche Kinder zu melden. Sobald dieses Talent erkannt wird, wird der junge Magier der Ausbildung an einer magischen Akademie eine Ausbildung an magischen Akademien oder unter der Führung erfahrener Meister-Magier zu geführt. Magier zählen zu den mächtigsten Individuen, doch geht diese Macht mit einem hohen Preis einher, wie emotionaler Isolation und der ständigen Gefahr, die Kontrolle über die eigenen Kräfte zu verlieren.

Die meisten Magier*innen legen großen Wert auf ihr Äußeres. Einige wenige nutzen ihr Wissen, um den Alterungsprozess zu verlangsamen, sodass sie selbst mit über 100 Jahren jugendlich und attraktiv erscheinen können. Besonders Magierinnen sind für eine übernatürliche Schönheit bekannt, die sie oft durch alchemistische Elixiere und Zauber aufrechterhalten. Es gibt jedoch auch Magier*innen, die sich bewusst dazu entscheiden, das natürliche Altern zu akzeptieren. Sie präsentieren sich als weise, alte Männer bzw. Frauen, deren tatsächliche Macht weit über ihr äußeres Erscheinungsbild hinausgeht.
Die Beherrschung der Magie erfordert ein tiefgreifendes strategisches Verständnis und Geschick. Magier*innen spezialisieren sich im Laufe ihrer Laufbahn auf verschiedene Disziplinen, um ihre Fähigkeiten zu perfektionieren. Dabei variieren die Begabungen stark: Während einige ein besonderes Talent für die Manipulation der Umwelt besitzen, widmen sich andere der Erforschung der rein energetischen Gesetze. Die Fähigkeiten gliedern sich in folgende Fachbereiche:
- Arkane Künste: Diese Disziplin befasst sich mit der Magie in ihrer reinsten Form. Magier*innen, die sich hierauf spezialisieren, manipulieren die rohe magische Energie, um Barrieren zu durchbrechen, magische Ströme zu lesen oder reine Energieblitze zu entfesseln. Die arkane Magie gilt als die theoretisch anspruchsvollste Form, da sie ein tiefes Verständnis für das Gefüge der Welt voraussetzt.
- Telekinese und Schutz: Die präzise Bewegung von Objekten allein durch Gedankenkraft sowie die Erschaffung physischer und energetischer Schutzschilde, um Angriffe abzuwehren.
- Teleportation: Die komplexe Fähigkeit, das Raumgefüge zu krümmen und weite Distanzen augenblicklich zu überbrücken, was diese Magier*innen zu hocheffizienten Reisenden und Boten macht.
- Elementarmagie: Die gezielte Kontrolle über Feuer, Wasser, Erde und Luft. Diese Kräfte werden aufgrund ihrer zerstörerischen Natur besonders häufig in kriegerischen Auseinandersetzungen und zur Verteidigung ganzer Territorien eingesetzt.
- Illusion und Manipulation: Die Kunst, die Wahrnehmung lebender Wesen zu täuschen und die Umgebung durch Trugbilder zu verändern oder den Verstand von Gegnern subtil zu beeinflussen.
Die strukturelle Laufbahn der Magier*innen ist eng an die Institutionen des Kaiserreiches geknüpft. Die zentrale Ausbildung findet in der Akademie zu Wien statt, wo die Rekruten jahrelang in Theorie und Praxis der Magie geschult werden. Nach ihrem erfolgreichen Abschluss wird ihnen meist eine feste Rolle innerhalb der staatlichen Strukturen zugewiesen. Es gibt keine unkontrollierten Geheimbünde; stattdessen ist die Hierarchie klar durch den militärischen oder diplomatischen Rang vorgegeben, den ein Magier*in bekleidet.
In der Welt agieren sie vorwiegend in zwei zentralen Rollen:
- Politische Berater: Aufgrund ihres umfassenden Wissens und ihrer analytischen Fähigkeiten sind sie unverzichtbare Ratgeber an den Höfen des Kaiserreiches und lenken dort oft die Geschicke wichtiger Verhandlungen.
- Militärischer Dienst: Ein Großteil der Absolventen wird direkt der Armee zugeteilt. Dort dienen sie als Feldherren oder Kampfmagier. Ihre Aufgaben sind vielfältig und reichen vom Schutz wichtiger Persönlichkeiten über diplomatische Missionen bis hin zur Durchführung strategischer Sabotagen. Ein geregelter Alltag existiert für sie nicht, da ihr Leben vollständig durch die Anforderungen ihrer Missionen bestimmt wird.

Die Sicherheit eines Magiers hängt maßgeblich von seinem Aufenthaltsort ab. Im katholischen Kaiserreich werden Magier als wertvolle und nützliche Waffen gegen die Feinde der Krone angesehen und genießen staatlichen Schutz, solange sie der Hierarchie dienen.
Völlig anders stellt sich die Situation in den protestantischen Gebieten dar. Dort werden Magier*innen gnadenlos verfolgt. Die Ausübung jeglicher Magie wird dort mit dem Tode bestraft; wer gefangen wird, wird als Hexe oder Hexenmeister gebrandmarkt und öffentlich verbrannt. Diese ständige Bedrohung zwingt Magier auf Reisen durch solche Territorien zu äußerster Vorsicht und Geheimhaltung.
Trotz ihrer Überlegenheit ist die Ausübung von Magie stets mit Risiken verbunden. Ein falscher Gedanke oder eine unkontrollierte Beschwörung kann katastrophale Folgen haben und den Magier physisch wie mental schwächen.
Das Verhältnis zu anderen Völkern und Wesenheiten ist oft von Arroganz und gegenseitigem Misstrauen geprägt. Während gewöhnliche Menschen ihnen mit Ehrfurcht begegnen, besteht stets die Gefahr, dass die Stimmung umschlägt. Wenn die Dienste eines Magiers nicht mehr als notwendig erachtet werden oder die Angst vor ihrer Macht überhandnimmt, droht ihnen die Verfolgung durch Organisationen wie die Inquisition. Magier leben daher oft in einer ständigen Balance zwischen absoluter Macht und völliger Ausgrenzung.
Obwohl Magier*innen über enorme Macht verfügen, ist die Ausübung ihrer Künste untrennbar mit physischen und psychischen Kosten verbunden. Magie ist eine rohe, zehrende Kraft, die den Körper des Wirkenden als Kanal benutzt. Je nach Intensität und Dauer des Zaubers treten verschiedene Stufen der Erschöpfung und Verderbnis auf:
- Körperliche Erschöpfung: Unmittelbar nach dem Wirken mächtiger Zauber leiden Magier*innen oft unter massiver Fatigue, Schwindel oder Nasenbluten. Ein hoher Energieaufwand entzieht dem Körper Glukose und Wärme, was bei Überanstrengung bis zur Bewusstlosigkeit oder zu temporären Lähmungserscheinungen führen kann.
- Arkaner Rückstoß (Misfire): Misslingt die Kontrolle über einen Zauber oder bricht die Konzentration im entscheidenden Moment ab, entlädt sich die Energie unkontrolliert. Dies kann zu schweren Verbrennungen, inneren Verletzungen oder dem Bersten von Blutgefäßen führen. In brenzligen Situationen riskieren Magier ihr Leben, wenn sie versuchen, mehr Energie zu kanalisieren, als ihr Körper ertragen kann.
- Geistige Belastung und Isolation: Der ständige Kontakt mit den chaotischen Strömungen der Magie hinterlässt Spuren in der Psyche. Viele Magier berichten von einer schleichenden emotionalen Taubheit oder chronischer Schlaflosigkeit. Die Notwendigkeit, jede Emotion penibel zu kontrollieren, um die Magie nicht instabil werden zu lassen, führt oft zu einer tiefen Entfremdung von ihren Mitmenschen.
- Langfristige Verfallsprozesse: Langjährige Magieanwendung kann zu bleibenden Schäden führen. Dies äußert sich oft in einer Trübung der Augen, einem Zittern der Hände oder einer seltsamen Blässe, die selbst durch alchemistische Mittel kaum noch zu verbergen ist. Im schlimmsten Fall kann die Magie den Verstand gänzlich korrumpieren, was in Wahnsinn oder dem völligen Verlust der eigenen Identität endet.
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