
- Wähle deinen Namen
- ca. 33
- Magier
- evtl. Kaiserliche Truppen
- Avatar frei wählbar
Mein alter Freund – wenn man ihn denn so nennen kann – war schon immer das Gegenteil von mir. Pflichtbewusst bis zur Selbstaufgabe, diszipliniert, ein wahrer Gläubiger an die Ordnung des Kaiserreichs. Während ich mich gegen die Fesseln der Autorität auflehnte, suchte er sie beinahe freiwillig auf. Er wollte immer Soldat sein, nicht nur ein Magier, sondern ein Krieger in den Reihen des Kaiserreichs. Und anders als ich, der mehr aus Not als aus Überzeugung diente, war er mit Leib und Seele dabei.
Wir lernten uns an der Akademie kennen, zwei Jungen, die auf den ersten Blick nicht unterschiedlicher hätten sein können. Ich, der hitzköpfige Schmiedesohn aus Böhmen, er, der strebsame Musterschüler, dessen Welt in klaren Regeln und Pflichten bestand. Ich hielt ihn für einen arroganten Besserwisser, er hielt mich für einen undisziplinierten Taugenichts. Und vielleicht hatten wir beide recht.
Unsere Feindschaft war unvermeidlich – und doch wuchs daraus eine dieser seltsamen Bindungen, die nur durch jahrelange Reibung entstehen können. Er war derjenige, der mich immer wieder zurechtwies, der mich in Disziplinübungen einsperrte, wenn ich mich wieder einmal widersetzte. Ich war derjenige, der ihn aus seinen schwarz-weißen Denkweisen herausforderte, ihn dazu zwang, die Welt nicht nur in Befehl und Gehorsam zu sehen. Wir stritten, wir kämpften – und am Ende kämpften wir doch immer wieder Seite an Seite.
Doch jetzt … jetzt weiß ich nicht, wer er ist. Weiß nicht, was aus ihm geworden ist, seit ich die Fahnenflucht gewählt habe. Ist er noch immer ein treuer Diener des Kaisers? Hat er mich längst als Verräter abgeschrieben? Oder hat auch er den Glanz der kaiserlichen Ideale verblassen sehen? Ich weiß nur eines: Als ich ihn vor wenigen Tagen in Prag sah, in einer dunklen Gasse, mit diesem vertrauten ernsten Blick – da wusste ich, dass sich etwas ändern würde.
Ich bin kein Held, kein edler Rebell, der für eine größere Sache kämpft. Ich kämpfe nur für mich – für mein Überleben, für meine Freiheit. Vertrauen ist eine Währung, die ich mir nicht leisten kann. Ich habe gelernt, dass jeder ein Messer hinter dem Rücken verbirgt, sei es aus Angst, aus Not oder aus Überzeugung. Also bleibe ich wachsam, bewege mich vorsichtig, verschwinde in der Menge, bevor mich jemand erkennen kann.
Doch die Vergangenheit lässt sich nicht so leicht abschütteln. Alte Gesichter tauchen auf, alte Bande, die ich längst zerschnitten glaubte. Und manchmal frage ich mich, ob ich nicht längst ein Gespenst bin, ein Schatten dessen, was ich einmal war. Vielleicht ist das der Preis der Freiheit – oder der Fluch eines Mannes, der zu viel gesehen hat, um noch an Rettung zu glauben.

- Valerian Olšany
- 33 Jahre
- Magier
- Deserteur
- Charlie Vickers
Das Bild dient lediglich der Veranschaulichung. Der Avatar und Name sind also völlig flexibel, solange sie die Authentizität und den Kontext des Charakters respektieren.
Dich erwarten düstere Geheimnisse, mächtige Magierzirkel und das unheilvolle Wirken übernatürlicher Kreaturen, die im Schatten der Konflikte agieren. Wir sind ein halbprivates Dark Fantasy RPG-Forum mit historischen Einflüssen mit einer Altersfreigabe ab 18 Jahren (L3S3V3).Wir spielen nach dem Prinzip der Szenentrennung. Es gibt keine MPL und wir nutzen Profilfelder.
Sei bereit, ein Europa zu betreten, in dem Blut die Magie speist und jeder verborgene Pakt einen Preis hat.